Kunst und Kulinarik in der Kanzlei: Ausstellung Metall² bei HFK

„Vom Inneren ins Äussere“ ist kurz beschrieben der Ansatz von Stahlbildhauer Karl Menzen für seine schwingenden und tanzenden Werke. Seine Skulpturen scheinen die natürliche Schwere und Härte des Materials zu verlieren. Anreiz für die interessierten Gäste des ersten HFK Salons auch Parallelen zum juristischen Alltag zu suchen – die HFK Rechtsanwälte sind besonders auf Fragen des Baurechts spezialisiert. Menzens Werke bieten jedenfalls reichlich Inspiration und alleine schon für das Auge eine aussergewöhnliche Ästhetik, die in den großzügigen Räumen von HFK hervorragend inszeniert ist.

Gastgeber und Rechtsanwalt Ernst Wilhelm, Leiter des Berliner Büros von HFK, brachte Kunst und Künstler in die Knesebeckstrasse und schafft damit eine einzigartige Verbindung von Skulpturen-Galerie und Kanzleiarchitektur. Kunsthistorikerin Dr. Annette Seeler gab eine interessante Einführung zu dem Schaffen von Karl Menzen und seiner Stahlkunst.

Kulinarisch setzte sich das Thema des Abends Metall² auch am Buffet fort. Küchenmeister Thomas Vetter von der Sardinen-Bar kreierte köstliche Variationen von verschiedenen Sardinen, direkt aus der Fischkonserve. Vetters Gourmet-Dosen kommen allerdings meist aus kleinen Familienbetrieben in der Bretagne und haben höchste Qualität. Entsprechend begeistert waren die HFK-Gäste, unter ihnen Manfred Rettig, ehemaliger Chef der Stiftung Berliner Schloss, sowie viele namhafte Vertreter der Berliner Architekten-, Bau- und Immobilienbranche. Gemeinsam mit dem Künstler Karl Menzen und Ernst Wilhelm bot sich allen ein genußvoller, inspirierender und anregender Abend.

HFK Salon ist eine Veranstaltungsreihe, die sich mit den unterschiedlichsten Themen aus den Bereichen, Kunst, Kultur, Politik und Lebensart beschäftigt.

Baubranche erwartet 2018 ein starkes Jahr in Berlin

Der Bauboom wird anhalten. Die Auftragsbücher sind voll. Die Preise steigen stetig weiter und die Baubranche verzeichnet nach langer Zeit erstmals wieder Vollbeschäftigung. Besser kann die Entwicklung kaum sein.

Rechtlich wird es allerdings Änderungen geben, denn ab Januar 2018 gilt ein in Teilen neues Bauvertragsrecht. Das hätte etwas Gutes werden können, wenn nicht bis in die letzte Lesung hinein alle möglichen Lobbyisten und andere Interessensvertreter, ohne Abstimmung untereinander, daran herumgefrickelt hätten.

Gut Gewolltes ist zum Teil handwerklich schlecht gelungen, so dass der beabsichtigte Vorteil nicht eintreten wird. Als Beispiel sei der neue § 650p BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) genannt, der das Unwesen der kostenlosen Akquiseplanung der Architekten verhindern soll und sich jetzt in Verbindung mit einem Sonderkündigungsrecht eher als nachteiliger Bumerang für die Planer erweisen kann.

Bei aller angebrachten Kritik ist es trotzdem prinzipiell begrüßenswert, dass spezielle bauvertragliche Regelungen in das BGB aufgenommen wurden, was bislang nicht der Fall war. Herzstück der Reform ist das neu und erstmals in das BGB implementierte Anordnungsrecht des Bestellers. Das gab es in der VoB/B (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) schon lange, im BGB dagegen nicht. Zum Teil ist das Anordnungsrecht gelungen, zum Teil nicht. Auf jeden Fall kommt auf die Rechtsprechung im Rahmen der Entscheidung von Auslegungsstreitigkeiten noch viel Arbeit zu.

Für uns Anwälte bedeutet dies erheblich mehr Aufwand, sowohl für die Vertragsgestaltung, als auch bei Gericht im Rahmen der Auslegung des neuen Gesetzes. Solche Hürden bremsen eher und beschleunigen nicht die Verfahren. Es wird deshalb spannend wie sich das in dem starken Baujahr 2018 in der Praxis auswirken wird. Mehr denn je ist daher die eigenverantwortliche, außergerichtliche Streitlösung gefragt.

Von Baurechtsexperten Ernst Wilhelm, HFK Rechtsanwälte, www.hfk.de

Dieser Beitrag erscheint auch im Wirtschaftsmagazin BerlinBoxx.